Die Kirche

 

 



 
  

ein Blick in das Innere der Kirche

 

 

 


Schlussstein aus dem 14. Jh.


Das Presbyterium ist wohl die ursprüngliche Kapelle, die 1361 in der Ensdorfer Urkunde genannt wird. In seinem inneren weist das Presbyterium ein gotisches Kreuzrippengewölbe auf. Der Schlussstein trägt das dornengekrönte Haupt Christi, das dem 14. Jh. zugeordnet wird. Auch das Maßwerk der südlichen Seitenfenster ist gotisch gestaltet. An der NW-Ecke des Presbyteriums schließt sich der aus Bruchsteinen errichtete Kirchturm an. Er gilt als ältestes Baudenkmal im Ort und wird mit der "Veste" Haselbach in Verbindung gebracht. Es war wohl ein zweistöckiger Burgturm, dessen Entstehungszeit nicht überliefert ist. Im Erdgeschoß des Turmes befand sich einst die Sakristei, die nun als Beichtkapelle Verwendung findet. Nach einem Großfeuer von 1754 erhielt der ausgebrannte Turm 1757 eine achteckige Erhöhung zu Aufnahme der Glocken. 1948 bekam der Turm vier neue Glocken, nachdem die bisherigen im Krieg eingeschmolzen worden waren.

Die fünfte und kleinste Glocke im Turm stammt aus dem Jahre 1818. Ein moderner Spitzhelm schließt das Bauwerk nach oben ab.

Die Kapelle erwies sich als zu klein, so dass im 15. JH. ein Langhaus mit drei Fensterachsen angebaut wurde. Der Schwellenstein am Kirchenportal trägt die Jahreszahl 1439. Eine weitere Verlängerung des Langhauses um zwei Fensterachsen erfolgte 1886. Die farbig gestalteten Fenster zeigen im Norden die Mutter Anna, die Hl. Elisabeth und die Hl. Walburga. Die südlichen Fenster zeigen die Heiligen Konrad, Aloisius, Michael und Anton.

Durch einen runden Chorbogen wurde das Langhaus mit der Kapelle verbunden, die seitdem als nicht eingezogenes, querrechteckiges, vom Langhaus leicht abgeknicktes Presbyterium verwendet wird. Die Kirche weist eine Gesamtlänge von 27,3 m auf, einschließlich der 1866 östlich der Apsis angebauten Sakristei. Die Breite der Kirche beträgt 9 m. Die Seitenlängen des Turmes belaufen sich außen auf 3,70 und 5,12 m.

Die Renovierungsarbeiten von 1897 und 1908 brachten auch eine Umgestaltung des Innenraumes mit sich. Das Langhaus ist jetzt flach gedeckt und wird geziert von einem barocken Decken-Fresko mit vier Begleitbildern Das Fresko erzählt Stationen aus dem Leben des Hl. Petrus, die Begleitbilder stellen die vier Evangelisten dar. Über dem einzigen Eingang an der Westfront befindet sich im Inneren die Orgelempore. Den Hauptaltar bildet der von St. Vitalis, Ettmannsdorf, übernommene Seitenaltar der Hl. Familie. Die Holzfiguren, die St. Peter und St. Paul darstellen, sind zu beiden Seiten des Hauptaltares angebracht. Am Chorbogen zum Langhaus stehen die Figuren Maria mit dem Kinde links und ihr  gegenüber rechts der 1996 neu angefertigte Hl. Josef als junger Mann. Die Wangen der Kirchenstühle zieren Rokokomuschelwerk. Im Langhaus befinden sich die Gemälde der Verspottung Christi und der Heiligen Wendelin mit Primus sowie der Hl. Sebastian. Unter dem Chor finden die Figuren Muttergottes von Lourdes und Herz Jesu ihren Platz. Gegenüber der Beichtkapelle an der Südwand steht die Schmerzhafte Madonna unter dem Kreuz.

1996 wurden ein neuer Tabernakel, Volksaltar und Ambo angeschafft. Sie wurden von Bildhauer Friedrich Koller, Laufen an der Isar, gestaltet. Die Altarkonsekration am 11. Februar 1996 durch Bischof Manfred Müller bildete den Abschluß der umfangreichen Innenrestaurierung. Erstmals wurde an diesem Tag auch das Sakrament der Firmung in dieser Kirche gespendet.